RAUM DER STILLE, BAYERISCHER LANDTAG, MÜNCHEN
Architekten
Staab Architekten, Berlin
Bauzeit
2005
Raumgestaltung und Glaswand
Für die Raumgestaltung werden Elemente aus optischem Glas eingesetzt, die durch die Art der Schmelze Volumen, Plastizität und damit die Eigenschaft erhalten, Licht in besonderem Maße in sich zu konzentrieren.
Die den Raum frontal abschließende Glaswand wird aus zwölf einzeln stehenden Prismen gebildet. Durch die Tiefe der prismatischen Körper wandelt sich ihr Erscheinungsbild je nach Lichteinfall und Standpunkt des Besuchers.
Der Sockel neben der Glaswand dient als Altar oder als Basis einer Klangschale mit einem Schlagholz. Der Klang der Schale kann das Erleben der Stille vertiefen und als ritualisierte Form des „Zu-sich-Kommens“ verstanden werden. „Stille beginnt da, wo der Klang endet.“
(Florian Lechner)